Was macht dieser Rechner?
Material, Energie, Maschinenzeit, Wartung, aktive Arbeit und Verpackung sind separate Kosten. Sechs Druckstunden sind nicht sechs Arbeitsstunden.
So verwendest du den Rechner
- Den tatsächlichen Auftrag slicen und Gesamtmaterial sowie Druckstunden erfassen.
- Nettofüllmenge, Kaufpreis und gemessene mittlere elektrische Leistung eintragen.
- Abschreibung, Wartung, aktive Arbeit und Verpackung ohne Doppelberechnung trennen.
- Eine begründete Ausschussannahme wählen und die Kalkulationsgrundlage vor dem Angebot speichern.
So funktioniert die Berechnung
Material, Strom, Maschine, Wartung, Arbeit und Verpackung addieren. Durch die erwartete Erfolgswahrscheinlichkeit teilen.
Zwischensumme B = Masse × Spulenpreis / Nettofüllmenge + Stunden × Watt / 1000 × Tarif + Stunden × Maschinensatz + Stunden × Wartungssatz + Arbeitsminuten / 60 × Arbeitssatz + Verpackung. Erwartete Kosten je Erfolg = B / (1 − Fehlerprozent / 100).
Praktisches Rechenbeispiel
Mit den Standardwerten: 2,50 Material + 0,225 Strom + 2,50 Maschine + 0,50 Wartung + 5,00 Arbeit + 1,00 Verpackung = 11,725. Bei 5% Fehlern ergeben 11,725 / 0,95 erwartete Kosten von 12,342105.
Ergebnisse richtig verstehen
Schließe separat berechneten Strom und Wartung aus dem Maschinensatz aus. Vergleiche Nachbearbeitungszeiten vor dem Angebot.
Welche Leistung die Gesamtkosten abdecken
Eine sinnvolle Kalkulation beginnt mit einer klaren Leistung: ein akzeptiertes Bauteil im vereinbarten Zustand, geprüft und für den vorgesehenen Empfänger verpackt. Diese Grenze ist wichtiger als viele Nachkommastellen. Eine Berechnung nur für extrudierten Kunststoff kann nicht zugleich ein lackiertes, kontrolliertes und versandfertiges Produkt abbilden. Der Rechner trennt Material, Strom, Maschinenbelegung, Wartung, aktive Arbeit und Verpackung. Jede Ausgabe erhält dadurch einen nachvollziehbaren Platz. Versand, Konstruktion und Verkaufsgebühren bleiben zusätzlich zu berücksichtigen, sofern du sie nicht ausdrücklich einer passenden Position zuordnest.
Einen nachvollziehbaren Datensatz erfassen
Slice genau die Ausrichtung und Einstellungen, mit denen der Auftrag gefertigt werden soll. Notiere Materialmasse und voraussichtliche Druckdauer. Stützen, Brim und übliche Spülmengen gehören dazu, wenn der Slicer sie bereits im Gesamtverbrauch berücksichtigt. Trage Spulenpreis und nutzbare Nettofüllmenge ein; die leere Rolle ist kein druckbares Material. Verwende die über einen passenden Auftrag gemittelte elektrische Leistung und nicht die maximale Netzteilleistung. Erfasse aktive Minuten für Vorbereitung, Entnahme, Nachbearbeitung und Kontrolle. Eine unbeaufsichtigte Druckstunde ist nicht automatisch eine bezahlte Arbeitsstunde.
Die Einheiten durch die Rechnung verfolgen
Materialkosten entstehen aus Druckmasse in Gramm mal Spulenpreis geteilt durch Nettofüllmenge in Gramm. Stromkosten ergeben sich aus Druckstunden mal mittlerer Leistung in Watt, geteilt durch tausend und multipliziert mit dem Tarif je Kilowattstunde. Maschinenbelegung und Wartung verwenden jeweils einen Stundensatz. Arbeitsminuten werden vor der Multiplikation mit dem Lohn durch sechzig geteilt. Verpackung ist ein Betrag je geliefertem Stück. Damit enden alle Summanden in derselben gewählten Währung. Die Währungsauswahl ändert die Darstellung; sie rechnet keine Wechselkurse um und vereinheitlicht keine Einkäufe in unterschiedlichen Währungen.
Ein vollständig durchgerechnetes Beispiel
Mit den Standardwerten kosten 100 g aus einer 1.000-g-Spule zum Preis von 25 genau 2,50. Fünf Stunden bei durchschnittlich 150 W entsprechen 0,75 kWh. Beim Tarif 0,30 entstehen 0,225 Stromkosten. Maschinenbelegung zu 0,50 pro Stunde ergänzt 2,50; Wartung zu 0,10 ergänzt 0,50. Fünfzehn Arbeitsminuten zu 20 je Stunde ergeben 5,00, die Verpackung weitere 1,00. Die Zwischensumme beträgt 11,725. Bei fünf Prozent Fehlerwahrscheinlichkeit liefert die Division durch 0,95 erwartete Kosten von 12,342105 je erfolgreichem Bauteil. Runde erst das Ergebnis, statt jeden kleinen Kostenanteil vorzeitig zu verkürzen.
Das Ausschussmodell bewusst auswählen
Dieser Rechner setzt für jeden Versuch dieselben durchschnittlichen Kosten voraus. Außerdem behandelt er die Versuche als unabhängig und die Erfolgswahrscheinlichkeit als konstant. Der Faktor lautet eins geteilt durch eins minus Fehleranteil; er ist nicht einfach eins plus Fehleranteil. Zehn Prozent Fehlerwahrscheinlichkeit entsprechen langfristig ungefähr 1,111 Versuchen je Erfolg. Das ist ein Erwartungswert und keine Zusage für einen einzelnen Auftrag. Früherkannte Fehler können deutlich weniger kosten. Verpackung und abschließende Bearbeitung erfolgen möglicherweise erst nach Erfolg. Für unterschiedliche Kosten guter und fehlgeschlagener Versuche eignet sich der separate Fehldruckkostenrechner besser.
Doppelte Kosten in Stundensätzen verhindern
Ein umfassender Maschinenstundensatz kann Strom, Abschreibung und Ersatzteile bereits enthalten. Würdest du dieselben Ausgaben zusätzlich in die getrennten Felder eintragen, wären sie doppelt berechnet. Halte schriftlich fest, welche Bestandteile jeder verwendete Satz enthält. Ein reiner Abschreibungssatz lässt sich mit einer Wartungsreserve und separat gemessenem Strom kombinieren. Bei einem vollständig belasteten Satz bleiben die bereits enthaltenen Einzelpositionen dagegen null. Gehe auch mit eigener Arbeitszeit konsequent um. Unbezahlte Hobbyzeit hat einen möglichen wirtschaftlichen Wert, darf für eine ausdrücklich reine Materialbetrachtung jedoch bewusst ausgeklammert werden.
Empfindlichkeit statt pauschaler Spartipps betrachten
Im Beispiel ist aktive Arbeit teurer als Strom oder Kunststoff. Fünf eingesparte Handarbeitsminuten reduzieren die Zwischensumme um etwa 1,667. Eine Verringerung der durchschnittlichen Leistung um 20 W spart über fünf Stunden beim genannten Tarif dagegen nur 0,03. Diese Rangfolge gilt für die konkreten Annahmen und ist keine allgemeine Regel. Vergleiche ein detailreiches mit einem schnelleren Druckprofil, indem du Masse und Dauer aktualisierst. Prüfe anschließend Nachbearbeitung und Fehlerquote. Ein schneller Druck mit zusätzlichem Schleifaufwand kann trotz kürzerer Maschinenbelegung insgesamt teurer sein.
Eine später überprüfbare Kalkulation aufbauen
Speichere Dateistand, Materialcharge, gemessene Leistung, Tarifdatum und Annahmen zur Arbeitszeit zusammen mit dem Ergebnis. Vergleiche nach dem Auftrag tatsächlichen Materialverbrauch und aktive Minuten mit der Schätzung. Verändere nicht sofort alle Eingaben gleichzeitig, sonst bleibt die Ursache einer Abweichung unsichtbar. Wiederkehrende Unterschiede können auf vergessene Stützen, eine unpassende Zeitprognose oder unrealistische Ausschussannahmen hinweisen. Lege für unsichere Größen eine niedrige, mittlere und hohe Variante an. Ein begründetes Kostenintervall ist bei einem neuen Bauteil oft hilfreicher als ein scheinbar exakter Einzelbetrag ausschließlich auf Grundlage der voreingestellten Werte.
Vertiefende Praxistipps
- Änderungen in absoluten Währungsbeträgen vergleichen, nicht nur in Prozent.
- Bei früh erkannten Fehlern den Rechner für unterschiedliche Fehldruckkosten verwenden.
Häufige Fehler
- Das Gewicht der leeren Rolle als nutzbares Filament behandeln.
- Netzteilleistung mit mittlerem Stromverbrauch verwechseln.
- Auf bereits berücksichtigten Ausschuss einen zweiten Zuschlag anwenden.
Häufige Fragen
Ist das Ergebnis bereits der Verkaufspreis?
+
Nein. Es beschreibt die gewählte Kostengrenze. Gewinnmarge, Verkaufsgebühren und zutreffende Steuern müssen danach bewusst in der Preisgestaltung berücksichtigt werden.
Soll Verpackung den Ausschussfaktor erhalten?
+
Die vorhandene Gleichung multipliziert die ganze Zwischensumme. Wenn nur erfolgreiche Teile verpackt werden, rechne diese Position separat oder verwende ein detaillierteres Modell.
Darf ich ohne Ausschuss kalkulieren?
+
Ja, als ausdrücklich benannte Variante. Daraus folgt nicht, dass eine neue Geometrie oder ein neues Material tatsächlich ohne Fehldrucke gefertigt wird.
Quellen & Methodik
Mathematische Ergebnisse hängen von den Eingaben ab. Materialeigenschaften und Maschinengrenzen müssen für deine Ausrüstung bestätigt werden.