Was macht dieser Rechner?
Schätze Kompensation aus abgekühlten Maßen. Lokaler Elefantenfuß oder Lochversatz unterscheiden sich von proportionaler Schrumpfung.
So verwendest du den Rechner
- Erfasse Messwerte und prüfe Einheiten.
- Miss verschiedene Größen und Richtungen. Nutze Lochkompensation oder CAD-Passung für lokale Verbindungsfehler.
- Dokumentiere Annahmen und prüfe das Ergebnis vor der Anwendung.
So funktioniert die Berechnung
Skalierungsfaktor = Sollmaß / Istmaß
Skalierung = Soll/Ist. Schrumpfung = (Nennmaß − Istmaß)/Nennmaß. Kompensation bei Anteil s = 1/(1 − s).
Praktisches Rechenbeispiel
100 mm mit 99 mm Ist benötigen 101,0101 %. 10 mm mit 9,8 mm Ist benötigen einen anderen Faktor, was weitere Fehler nahelegt.
Ergebnisse richtig verstehen
Miss verschiedene Größen und Richtungen. Nutze Lochkompensation oder CAD-Passung für lokale Verbindungsfehler.
Eine Verhältnisrechnung für wiederholbare Maßfehler
Schrumpfungskompensation bedeutet hier, eine Abmessung so zu skalieren, dass ein wiederholbarer proportionaler Druckfehler ausgeglichen wird. Gib das vorgesehene Sollmaß und das gemessene abgekühlte Istmaß desselben Merkmals ein. Der Rechner zeigt Maßstab und beobachtete lineare Verringerung. Er erkennt nicht deren Ursache. Materialkontraktion, Bewegungskalibrierung, Extrusion, erste Schicht und Messverfahren beeinflussen die Maße. Vor globaler Skalierung muss deshalb geprüft werden, ob die Abweichung über repräsentative Größen hinweg konstant und proportional ist. Nicht jedes zu kleine Merkmal ist automatisch ein Nachweis für Materialschrumpfung.
Der Kehrwert ist nicht derselbe Prozentsatz
Der Faktor lautet Sollmaß / Istmaß. Für die Prozenteinstellung wird er mit 100 multipliziert. Beobachtete Schrumpfung ist (1 − Istmaß / Sollmaß) × 100. Bei 100 mm Soll und 99 mm Ist beträgt sie 1 %, der kompensierende Maßstab aber 100 / 99 × 100 = 101,010101 %. Einfach ein Prozent hinzuzuaddieren würde im angenommenen Prozess nur 99,99 mm ergeben. Im Beispiel ist die Differenz klein, bei größeren Fehlern wächst sie. Kompensation verwendet den Kehrwert des verbliebenen Anteils und nicht lediglich den verlorenen Anteil als Zuschlag.
Auch ein zu großes Teil liefert ein Ergebnis
Wird ein Sollmaß von 100 mm mit 101 mm gemessen, erscheint −1 % beobachtete Schrumpfung. Das beschreibt eine positive Maßabweichung oder beobachtete Vergrößerung. Der kompensierende Maßstab ist 100 / 101 × 100 = 99,009901 %. Der Rechner erlaubt diesen Fall, weil eine Korrektur auch Verkleinerung verlangen kann. Der negative Schrumpfungswert beweist keine physische Expansion des Kunststoffs nach dem Abkühlen. Er beschreibt ausschließlich die Beziehung der eingegebenen Maße. Dokumentiere das Vorzeichen und untersuche den Prozess, statt eine bekannte Materialangabe gegen den widersprechenden Messwert auszutauschen.
Unter vergleichbaren Bedingungen messen
Miss abgekühlte Teile mit geeignetem Instrument und vergleichbarer Konditionierung. Heiße Maße können sich ändern, flexible Wände werden durch Messschieberdruck verformt. Wähle ein eindeutiges Merkmal und mehrere Messpositionen statt der größten sichtbaren Aufwölbung. Bereiche der ersten Schicht werden bei Elefantenfuß getrennt bewertet. Bei feuchteempfindlichem Material kann auch der Konditionierungszustand relevant sein und sollte notiert werden. Eine unscharf definierte Messgrenze ist keine gute Grundlage für die Änderung des ganzen Modells. Wiederholte Messungen und Drucke zeigen, ob der Fehler ausreichend stabil für eine Kompensation ist.
Proportionale Fehler von festen Versätzen trennen
Prüfe mehr als eine Nenngröße. Messen 100 mm als 99 mm und 50 mm als 49,5 mm, ergibt beides den verbliebenen Faktor 0,99. Das passt zum proportionalen Modell. Fehlen bei beiden Größen stattdessen jeweils 0,5 mm, sind die Faktoren verschieden und ein fester Versatz beschreibt die Abweichung besser. Kleine Bohrungen besitzen zusätzliche Pfad- und Ablagefehler. Eine globale Vergrößerung zur Korrektur einer Bohrung verändert alle anderen Maße. Für lokale Passungsprobleme CAD-Abstand oder geeignete Slicer-Kompensation verwenden und globale Skalierung nur mit passender Messgrundlage einsetzen.
Unterschiedliche Achsen getrennt untersuchen
X, Y und Z können wegen Ausrichtung, Schichtaufbau und Prozessbedingungen unterschiedlich reagieren. Der Rechner behandelt jeweils eine gemessene Abmessung. Wiederhole ihn für die untersuchten Achsen oder Merkmale und vergleiche die Faktoren. Ein gemeinsamer Maßstab ist nur begründet, wenn die relevanten Fehler für die Anwendung ausreichend ähnlich sind. Unterschiedliche Achsskalierung kann Kreise und Schnittstellen verzerren. Prüfe deshalb die geometrischen Folgen in CAD oder Slicer. Die Korrektur eines einzelnen Achsmaßes beweist nicht, dass anschließend das gesamte Bauteil maßhaltig ist.
Passungsabstand ist nicht Schrumpfung
Eine bewegliche oder gesteckte Verbindung braucht bewusst vorgesehenen Abstand, auch wenn beide Teile ihr Sollmaß erreichen. Dieser Abstand hängt von Konstruktion, Oberfläche und Funktion ab; hier wird kein universeller Wert angegeben. Passen Welle und Bohrung nicht, miss beide separat und vergleiche ihre Sollmaße, bevor etwas skaliert wird. Beobachteten Maßfehler ausgleichen und einen funktionalen Spalt konstruieren sind verwandte, aber unterschiedliche Aufgaben. Dokumentiere korrigiertes Modellmaß und Passungsberechnung getrennt, damit dieselbe Anpassung nicht versehentlich zweimal angewandt wird.
Mit einem zweiten Druck bestätigen
Wende einen begründeten Faktor einmal an, slice erneut und drucke ein repräsentatives zweites Teil unter denselben Bedingungen. Miss das abgekühlte Resultat statt allein der Rechnung zu vertrauen. Bei Überschwingen oder wechselnden Ergebnissen müssen Fehlermodell und Prozessstabilität neu geprüft werden. Notiere Sollmaß, Messwert, Faktor, Material, Temperatur und Ausrichtung. Bei gemeinsamer Skalierung hilft der Modellrechner für neue Außenmaße und die Bauraumprüfung für die Platzierung. Die Zahl ist ein Korrekturvorschlag; erst ein akzeptiertes physisches Muster bestätigt das Erreichen der konkreten Maßanforderung.
Vertiefende Praxistipps
- Miss verschiedene Größen und Richtungen. Nutze Lochkompensation oder CAD-Passung für lokale Verbindungsfehler.
Häufige Fehler
- Globalen Maßstab für einen festen Bohrungsversatz oder Elefantenfuß verwenden.
Häufige Fragen
Warum ergeben 1 % Schrumpfung 101,0101 % Korrektur?
+
Der verbleibende Anteil ist 0,99. Sein Kehrwert ist 1/0,99 und nicht 1,01.
Soll ich wegen einer kleinen Bohrung alles skalieren?
+
Zuerst lokalen Bohrungsversatz von proportionalem Fehler trennen. Globale Skalierung verändert alle Schnittstellen.
Quellen & Methodik
Mathematische Ergebnisse hängen von den Eingaben ab. Materialeigenschaften und Maschinengrenzen müssen für deine Ausrüstung bestätigt werden.